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Männliche Tanzspezies und ihre Unterarten

Nett anzusehen ist es: Das Balzverhalten der männlichen Spezies. Von Macho bis Sportler schwingt so einiges das Tanzbein. Und immer wieder taucht auch eine besonders unangenehme Unterart auf: der Grabscher.

Der Selbstdarsteller: Frau erkennt ihn meist auf Anhieb, denn er steht in der Mitte der Tanzfläche, wenn möglich direkt unter der Discokugel: der Selbstdarsteller. Die Tanzfläche ist seine Bühne. Das er nicht perfekt tanzen kann, ist ihm egal – oder aber er weiß es einfach nicht. Sein Ego ist nämlich mindestens so groß wie seine Tanzbewegungen, die die halbe Tanzfläche einnehmen. Auch seine Tanzpartnerinnen wirbelt er gerne wild umher. Diese sollte dementsprechend schwindelfrei sein.

Der Profi: Er kennt alle Tanzschritte, kann Führen wie ein junger Gott und das alles ohne Selbstdarstellung und Angeberei. Beim weiblichen Geschlecht äußerst beliebt ist der Profitänzer. Kaum hat er einen Tanz beendet, schon steht die nächste Dame auf der Matte, dann er weiß, wie er seine Partnerin in Szene setzt. Ob Jive oder Salsa – er kennt sie alle!

Der Schüchterne: Ein wenig verloren steht er in der Ecke, traut sich nur selten eine Frau aufzufordern. Und das obwohl er die nötigen Tanzschritte beherrscht. Der Schüchterne hat es auf Tanzpartys nicht gerade leicht, besonders da es leider in den meisten Fällen der Mann ist, der die Frau auffordert. Vom Schüchternen gibt es zwei Unterarten:
>>> der Schüchterne, der es noch langem zögern endlich geschafft hat und das Objekt der Begierde auffordern konnte - und nun urplötzlich zum Tanzgott avanciert.
>>> der Schüchterne, der leider auch beim Tanzen schüchtern bleibt, Augenkontakt vermeidet und es nicht schafft, die Führung zu übernehmen. Aber: Übung macht bekanntlich den Meister. Nicht nur beim Tanzen, sondern auch in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Der Szenegänger: Er ist ständig auf der Suche nach neuen Kontakte, kommt keine drei Meter weit und schon gibt es wieder eine Hand zu schütteln. Denn er kennt alle! Der Szenegänger ist auf jeder Party bekannt, man trifft ihn niemals einsam und verlassen. Man erkennt ihn an seinem Dauergrinsen und dem ununterbrochenen Redefluss... selbst auf der Tanzfläche. Alles in allem ist er aber bei Männern und Frauen durchaus beliebt und ihm mangelt es sicher nie an einer Tanzpartnerin, denn er weiß wie man Bekanntschaften pflegt.

Der Grabscher: Wer noch nie die "Ehre" hatte, mit ihm zu tanzen, erkennt ihn nicht auf Anhieb. Denn er sieht auf den ersten Blick aus wie ein ganz anständiger Kerl. Der Grabscher hat es genau deshalb immer auf Anfängerinnen abgesehen, im Salsa-Club sucht er sie gezielt aus, indem er zum Beispiel schon mal beim Schnupperkurs vorbeischaut.
Spätestens nach der ersten Drehung geht es dann plötzlich nicht mehr ums Tanzen, sondern um den Körperkontakt: Seine Hand wandert immer tiefer südlich und auch von Augenkontakt hat der Gute noch nichts gehört, denn seine Blicke wandern nur zu gerne in Richtung Ausschnitt. Der Grabscher ist unter allen Frauen gefürchtet, denn er hat keine Angst davor, mitten auf der Tanzfläche eine Ohrfeige zu kassieren. Es gibt von ihm auch eine Unterart, bekannt als der "Anschmiegsame". Will heißen, er zieht seine Partnerin gerne so nah an sich heran, dass dieser fast die Luft wegbleibt.


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Datum: 17.11.2008 14:26:00 Uhr
Autor: Janine Schneider
Fotos: Fotolia/Olga Ekaterincheva (Teaser), Pitopia (Textbild 1)