Tanz-Lexikon
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Fotoquelle: Trifunovic

Schnelle Moves beim Jazzdance

Der Jazzdance war einst ein Mix aus afroamerikanischen Tanzstilen, der im Laufe kontinentübergreifender Verbreitung an moderne Musik angepasst wurde. Heute ist die kraftvolle, schnelle und impulsive Tanzweise für den Jazzdance charakteristisch.

Die Ursprünge des Jazzdance liegen in den USA. Musik- und Tanzstile der Kulturen vermischten sich und es entstand ein neuer Stil: der Jazzdance, der als Straßen,- Gesellschafts- und Unterhaltungstanz diente.

Unverkennbar ist der afroamerikanische Einfluss. In den fünfziger und sechziger Jahren wurden Elemente des Jazztanzes für das Ballett und den Modern Dance übernommen. Ab 1960 erfreute sich der moderne Jazzdance in Europa an großer Popularität.

Jazzdance betont Körperlinie



Der zeitgenössischen Gesellschafts- und Kunsttanz zeichnet sich durch die Betonung der Körperlinie, schneller, genauer Fußarbeit sowie rhythmischer Körperbewegungen aus.

Das Bewegungszentrum des Jazz Dances ist dabei das Becken. Einstige Grundlage des Jazz Dance war die Jazzmusik. Das ist heute anders: Die Hits aus den Pop-Charts untermalen nun den modernen Jazz Dance.

Tanzhaltung beim Jazzdance



Charakteristisch für den Jazz Dance ist die Polyrhythmik und Polyzentrik, Multiplikation, Opposition und der Parallelismus. Auch intuitive Spontaneität und Interaktion durch Improvisation zeichnen diesen Tanzstil aus. Dabei gibt es keine festgelegten Formen, was den Tanz für andere Stile offen macht.

Elemente der Folklore und Klassik bis hin zu Akrobatik lassen sich im Jazz Dance wiederfinden. Verschiedene Prinzipien sind beim Jazz Dance wichtig. Dazu gehört das Prinzip der Ein- und Ausatmung. Man spricht dabei von der 'Contraction' und 'Release', dem Zusammenziehen und Lösen. Das Prinzip der Schwerkraft, das die Technik des 'Fall' und 'Recovery', den Fall und die Rückgewinnung, meint. Die Technik der 'Balance' und 'Off-Balance' begründet sich in dem Prinzip des Gleichgewichts.

Der 'Impuls' und die 'Führung' sind des Weiteren wichtig. Das Einbeziehen des Raumes spielt beim Jazz Dance eine große Rolle. Die Bewegung sowie den Ausdruck kann der Tänzer durch seine Phantasie und sein Können selbst bestimmen. Es können beispielsweise High Reaches, Big Kicks, Head- and Square Movements, Quick Jumps and Turns eingebaut werden.

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Artikel:

Datum: 23.11.2009 12:00:00 Uhr
Autor: Eva Schubert
Fotos: Dragan Trifunovic/Fotolia (Teaser), Dragan Trifunovic/Fotolia (Textbild 1)