Revolution auf der Tanzfläche mit der Polka

Wer hätte gedacht, dass fröhliche Hüpfer auf der Tanzfläche ein politisches Zeichen setzen. Über die Entstehung der Polka wird viel spekuliert. Aber Fakt ist, der Schritt ist im deutschen Volkstanz schon lange vor 1800 als Hopser nachweisbar. Ein Aufklärungsversuch.

Die Polka ist ein Rundtanz, so viel steht fest. Die Betonung bei der kurz-kurz-lang-Abfolge liegt auf dem ersten Schritt. Im Zweivierteltakt geht es in schnellem Tempo in fester Fassung über die Tanzfläche.

Polka aus verschiedenen Volkstänzen



Um 1830 herrscht in Tschechien eine Zeit des Aufschwungs. Ein junges tschechischen Bürgertums entsteht, in dem Tanzen ein gesellschaftliches Ereignis darstellt. Die Polka entstand aus einer Reihe von Volkstänzen, die im Kreis getanzt werden.

Viele der Elemente der Polka sind schon in anderen, früheren Tänzen zu entdecken. Die Polka steht hier in einem politischen Kontext, denn der Tanz steckt voller Symbolik. Die Polka ist ein spontaner Tanz und die Tänzer entscheiden die Schrittfolgen selbst und könne sich frei auf der Tanzfläche bewegen.

Sympathie für das Nachbarland mit dem Polka



Der Name Polka hat wahrscheinlich auch einen politischen Hintergrund. Dieser entstand aus der Sympathien der Tschechen für die Polen und die polnische Revolution im Jahr 1830.

Im Jahr 1835 kam die Polka dann nach Prag sowie 1840 nach Wien und Paris und verbreitete sich schnell über Europa. Heute kennt man den Hopsertanz fast überall, wenn auch manchmal unter anderem Namen, in Österreich beispielsweise als Krebspolka, in der Schweiz, den Niederlanden und Dänemark als Tyrolerhopsa.

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Datum: 23.07.2010 12:30:00 Uhr
Autor: Janine Schneider