
Über die Schwof-Kolumne:
Tanzen ist eine Leidenschaft. Und in der Tanzszene passiert auch das eine oder andere. Diese Kolumne berichtet über Amüsantes und Interessantes. Verfolgen Sie diese Kolumne auch via twitter unter twitter.com/tanztwit.
Tanzen gehen per Netzwerk
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Couchsurfing oder new-in-town: Wo gibt es die besseren Tanz-Kontaktmöglichkeiten in einer fremden Stadt? Tanzen24.info-Kolumnist Jörg Stroisch berichtet über seine eigenen Erfahrungen.
Stuttgart, Berlin, Karlsruhe: Diese Städte habe ich unter anderem letztes Jahr bereist. Und in allen drei Städten habe ich versucht, über zwei Netzwerke Tanz-Partnerinnen zu finden.
- Couchsurfing.org: Diese Plattform ist eigentlich eine Kontaktmöglichkeit, um in fremden Städten auf fremden Sofas zu schlafen – und dabei nette Leute kennenzulernen. Ich habe das schon ein paar Mal gemacht und selbst auch Leute aufgenommen, mein Profil lautet dort joestr. Über Städteforen lässt sich auch der Kontakt zu anderen Tänzern herstellen. Der Vorteil ist hier, dass alle Teilnehmer ein eigenes Profil haben und andere Teilnehmer auch bewertet werden können. Das erhöht eindeutig die Verbindlichkeit einer Verabredung.
- new-in-town.de: Konzipiert ist new-in-town.de als Kontakt-Inseratemarkt, um in einer neuen Wohnstadt Anschluss zu finden. Auch hier gibt es die Möglichkeit zu einem eigenen Profil, allerdings ist dieses im Vergleich zu Couchsurfing.org recht dürftig gehalten. Außerdem hat eine solche Plattform oft auch ein wenig Dating-Charakter.
Meine Erfahrungen sind durchwachsen. Zunächst positiv: Über beide Plattformen habe ich jeweils eine Tanzpartnerin in Stuttgart gefunden und so war ich Samstag und Sonntag dort Salsa tanzen. Es waren beides sehr nette Abende.
Die Bilanz in Karlsruhe war aber ernüchternd: Dort wurde ich einmal vor einem Salsa-Schuppen einfach versetzt, ein nicht so nettes Gefühl...
Insgesamt ist die höhere Verbindlichkeit und der weitestgehend fehlende Dating-Charakter von Couchsurfing.org gut, wenn man nur Tanzen gehen will. Außerdem hat man im wahrsten Sinne des Wortes auch ein Bild vor Augen, denn die Profile sind sehr aussagekräftig.
Damit aber tatsächlich die Wahrscheinlichkeit besteht, dass eine Verabredung zustande kommt, würde ich in jedem Fall bei der nächsten Stadtreise wieder beide Plattformen nutzen.
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Datum: 03.03.2010 09:00:00 Uhr
Autor: Jörg Stroisch
